Ist Gott ein Tabuthema unter Christen?

Gotteserkenntnis

Was wünscht sich Gott?

Hosea 6,6 – Denn an Liebe habe ich Wohlgefallen, aber nicht an Schlachtopfern, und an Gotteserkenntnis mehr als an Brandopfern.«

Anmerkung: Gott wünscht sich, dass wir Liebe haben und Ihn erkennen.

Jeremia 9,22-23 – So hat der HERR gesprochen: »Nicht rühme sich der Weise seiner Weisheit, und der Starke rühme sich nicht seiner Stärke, nicht rühme sich der Reiche seines Reichtums! Sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, daß er Einsicht besitzt und von mir erkennt, daß ich, der HERR, es bin, der Gnade, Recht und Gerechtigkeit auf Erden übt; denn an solchen habe ich Wohlgefallen« – so lautet der Ausspruch des HERRN.

Was sollte mit dieser Erkenntnis passieren?

Kolosser 1,10 – … damit ihr so, wie es des Herrn würdig ist, zu seinem völligen Wohlgefallen wandelt. Ja, möchtet ihr in jedem guten Werke Frucht bringen und in der Erkenntnis Gottes wachsen!

Wofür hat Jesus gebetet?

Johannes 17,3 – Darin besteht aber das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.

Anmerkung: Jesus betete darum, dass wir seinen Vater und ihn erkennen sollten; diese Erkenntnis ist der Schlüssel zum ewigen Leben.

Was war für Paulus in seinem Leben das Allerwichtigste?

Philipper 3,8.10 – … ja, ich achte sogar unbedingt alles für Schaden gegenüber der unendlich wertvolleren Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessen willen ich das alles preisgegeben habe und es geradezu für Kehricht halte, damit ich nur Christus gewinne … / Denn ich möchte ihn erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Teilnahme an seinen Leiden, indem ich seinem Tode gleichgestaltet werde,

Die Quelle der Erkenntnis

Wen müssen wir zuerst kennen, bevor wir den Vater kennen können?

Johannes 14,6-7 – Jesus antwortete ihm: »Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater kennen; von jetzt an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.«

Johannes 1,18 – Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss [über ihn] gegeben. SCH2000

Wenn wir Jesus kennen, wie können wir dann den Vater erkennen?

Matthäus 11,27 – Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater, und niemand erkennt den Vater als nur der Sohn und der, welchem der Sohn ihn offenbaren will.

1 Korinther 2,10 – Uns aber hat Gott dies durch den Geist geoffenbart; denn der Geist erforscht alles, selbst die Tiefen Gottes.

Anmerkung: Wenn wir Jesus erkannt haben, dann können wir den Vater nur durch ihn erkennen. Und das passiert durch den Heiligen Geist. Mehr dazu in einem späteren Q&A. Der Punkt ist, dass man den Vater nicht direkt kennen lernen kann, sondern nur durch Jesus bzw. durch den Heiligen Geist.

Können wir uns auf die Gelehrten oder Autoritätspersonen verlassen, um uns zu sagen, wer Gott ist?

Johannes 8,55 – … und dabei habt ihr ihn {den Vater} nicht erkannt. Ich aber kenne ihn; und wenn ich sagen wollte, daß ich ihn nicht kenne, so würde ich euch gleich sein, nämlich ein Lügner. Doch ich kenne ihn und bewahre sein Wort.

Johannes 7,47-52 – Da erwiderten ihnen die Pharisäer: »Habt auch ihr euch irreführen lassen? Ist etwa irgendein Oberer oder ein Pharisäer zum Glauben an ihn gekommen? Nein, nur dieses gemeine Volk, das vom Gesetz nichts weiß – verflucht sind sie!« Da sagte Nikodemus, der früher einmal zu Jesus gekommen war und ihrer Partei angehörte: »Verurteilt etwa unser Gesetz einen Menschen, ohne daß man ihn zuvor verhört und seine Schuld festgestellt hat?« Da gaben sie ihm zur Antwort: »Stammst du vielleicht auch aus Galiläa? Forsche doch nach und lerne begreifen, daß aus Galiläa kein Prophet hervorgeht!«

Anmerkung: Zur Zeit von Jesus, haben die besten Theologen und Gelehrten, sowie die höchsten Geistlichen Jesus nicht erkannt. Man kann sich zwar anhören, was diese Menschen über Gott sagen, aber man kann sich nicht auf sie verlassen. Jeder steht vor Gott alleine und kann Gott durch Jesus Christus, seinen Sohn, erkennen!

Über Gott forschen

Ist es möglich alles über Gott zu verstehen?

Hiob 11,7-8 – Kannst du den Urgrund der Gottheit erreichen oder bis zur Vollkommenheit des Allmächtigen vordringen? Himmelhoch ist sie – was kannst du denn erreichen? Tiefer als das Totenreich ist sie – wie weit reicht denn dein Wissen?

Anmerkung: Nein.

Aber was ist mit dem, was uns offenbart wurde?

5 Mose 29,28 – Das noch Verborgene steht beim HERRN, unserm Gott, aber das bereits offenbar Gewordene ist für uns und unsere Kinder für alle Ewigkeit bestimmt, damit wir alle Worte dieses Gesetzes erfüllen.«

Anmerkung: Dass nicht alles offenbart wurde heißt nicht, dass nichts offenbart wurde!

Ist es Christen erlaubt, das Offenbarte zu erforschen, auch wenn es nicht auf den ersten Blick offensichtlich ist?

Sprüche 25,2 – Gottes Ehre ist es, eine Sache zu verbergen, aber der Könige Ehre ist es, eine Sache ans Licht zu bringen.

Anmerkung: Nicht nur erlaubt, sondern eine königliche Aufgabe. Was Gott bewusst verborgen hält, bleibt verborgen (vgl. 5 Mose 29,28). Aber was er bereits offenbart hat, dürfen und sollen wir erforschen, so wie ein König ans Licht bringt, was zu finden ist.

Ist es respektlos, das Geheimnis Gottes ergründen zu wollen?

Kolosser 2,2-3 – Ihre Herzen sollen dadurch ermutigt werden, nachdem sie sich in Liebe fest zusammengeschlossen haben und in den ganzen Reichtum des vollen Verständnisses (eingeführt werden), zur Erkenntnis des Geheimnisses Gottes. Dieses (Geheimnis) ist Christus, in welchem alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen liegen.

Anmerkung: Paulus nennt Gott hier tatsächlich ein Geheimnis, aber eines, das erforscht werden soll und sogar konkret benannt wird: es ist Christus selbst. Wer behauptet, man dürfe über Vater und Sohn nicht nachdenken, weil es „ein Geheimnis” sei, verkehrt damit den biblischen Sprachgebrauch ins Gegenteil.

Welche Verheißungen gibt es für diejenigen, die Weisheit von Gott erlangen wollen, auch über ihn selbst?

Sprüche 2,1-5 – Mein Sohn, wenn du meine Lehren annimmst und meine Weisungen bei dir verwahrst, indem du dein Ohr auf Weisheit lauschen läßt und dein Herz der Einsicht zuwendest, ja, wenn du nach der Verständigkeit rufst und deine Stimme laut nach der Einsicht erschallen läßt, wenn du nach ihr suchst wie nach Silber und ihr nachspürst wie verborgenen Schätzen: dann wirst du die Furcht vor dem HERRN verstehen lernen und die Erkenntnis Gottes gewinnen

Daniel 11,32 – Durch verführerische Worte wird er die, welche am Bunde freveln, zum Treubruch verleiten; aber das Volk derer, die ihren Gott kennen, wird fest bleiben und danach handeln.

Anmerkung: Viele Christen glauben, dass Gott eine unnahbare, geheimnisvolle und dreifaltige Gottheit ist, die man sowieso nicht verstehen kann. Gott ist so oft ein Tabuthema sogar unter Christen! Aber der Vater und sein Sohn Jesus Christus wollen, dass wir sie kennenlernen.

Warum ist es gefährlich, sich nicht um Gotteserkenntnis zu bemühen?

Hosea 4,6 – … und mein Volk fällt mit ihnen der Vernichtung anheim aus Mangel an Erkenntnis. Weil du, Priester, die Erkenntnis verworfen hast, verwerfe auch ich dich, daß du mir nicht mehr als Priester dienen sollst; und weil du das Gesetz deines Gottes vergessen hast, will auch ich deine Kinder vergessen.

Anmerkung: Unwissenheit über Gott wird hier nicht als sichere, fromme Zurückhaltung dargestellt, sondern als Gefahr. Wer das Thema meidet, gewinnt nicht an Demut, sondern verliert etwas Wesentliches.

Fußnoten

SCH2000 – Schlachter 2000.

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