Ist Jesus der buchstäbliche Sohn Gottes?

Sohnschaft

Wer bezeugt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?

Matthäus 17,5 – Während er noch redete, überschattete sie plötzlich eine lichte Wolke, und eine Stimme erscholl aus der Wolke, die sprach: »Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe: höret auf ihn!«

Siehe auch Markus 9,7, Lukas 9,35 und 2. Petrus 1,16-18.

Markus 5,7 – … und stieß laut schreiend die Worte aus: »Was willst du von mir, Jesus, du Sohn Gottes, des Höchsten? Ich beschwöre dich bei Gott: quäle mich nicht!«

Siehe auch Matthäus 8,29 und Lukas 8,28.

Matthäus 16,16-17 – Simon Petrus gab ihm zur Antwort: »Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!« Da gab Jesus ihm zur Antwort: »Selig bist du (zu preisen), Simon, Sohn des Jona, denn nicht Fleisch und Blut haben dir das geoffenbart, sondern mein Vater droben im Himmel.

Siehe auch Markus 8,29 und Lukas 9,20.

Anmerkung: Die Wahrheit, dass Jesus der Sohn Gottes ist, wird durch das Zeugnis von mindestens drei Zeugen bestätigt: den Vater, die Dämonen und die Jünger Jesu. Siehe auch:

  • Weitere Bestätigungen durch den Vater bei der Taufe: Matthäus 3,17, Markus 1,11 und Lukas 3,22.
  • Weitere Bestätigungen durch die Dämonen: Markus 3,11.
  • Weitere Bestätigungen: Johannes 1,34 (Johannes der Täufer); Johannes 1,49 (Nathanael); Matthäus 27,54 (der römische Hauptmann); Johannes 11,27 (Martha); Johannes 10,36 (Jesus selbst).

Ist »Sohn Gottes« nur bloß ein Titel?

1. Korinther 1,9 – Treu ist Gott, durch den ihr in die Gemeinschaft mit seinem Sohne Jesus Christus, unserm Herrn, berufen worden seid.

Römer 15,6 – … damit ihr einmütig mit einem Munde den Gott und Vater unsers Herrn Jesus Christus preisen könnt.

Matthäus 16,27 – Denn der Menschensohn wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen und dann einem jeden nach seinem Tun vergelten.

Markus 8,38 – Denn wer sich meiner und meiner Worte unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht schämt, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln kommt.

Matthäus 25,34 – Dann wird der König zu denen auf seiner rechten Seite sagen: ›Kommt her, ihr von meinem Vater Gesegneten! Empfangt als euer Erbe das Königtum, das für euch seit Grundlegung der Welt bereitgehalten ist.

Anmerkung: Siehe auch Matthäus 10;32-33; 18,10; Johannes 5,17. Wäre »Sohn Gottes« lediglich ein Titel Jesu, würde die Schrift nicht Ausdrücke wie »sein Sohn«, »sein Vater«, »der Vater unseres Herrn« und »mein Vater« verwenden. Jesus nennt den himmlischen Vater »seinen« Vater, nicht einfach »einen«, »unseren« oder »den« Vater. Die Tatsache, dass Jesus Gott als seinen »eigenen« Vater bezeichnet, ist bedeutsam. Ebenso wird Jesus nicht nur »der« Sohn genannt, sondern »sein« Sohn.

»Sohn« und »Vater« sind also nicht bloß Titel, sie verweisen auf eine einzigartige Beziehung zwischen beiden. Das ist besonders wichtig, weil sich zu Jesu Zeit auch die Juden als »Söhne Gottes« bezeichneten und von Gott als ihrem Vater sprachen. Wir werden dies weiter unten genauer betrachten.

Was ist mit dem Titel »Christus«?

Johannes 6,69 – … und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes! SCH2000

Markus 1,1 – Die Heilsbotschaft von Jesus Christus, dem Sohne Gottes, hat folgenden Anfang …

Anmerkung: Siehe auch Matthäus 26,63-64 und Markus 14,61-62. Jesu Identität als der Christus ist eng mit seinem Sohn-Sein verbunden. »Christus« bedeutet wörtlich »der Gesalbte«. Dennoch wird er oft mit »Sohn Gottes« verbunden, was zeigt, wie eng diese beiden Bezeichnungen miteinander verknüpft sind. Während »Christus« eher als Titel fungiert, ja beinahe als Eigenname, verweist »Sohn Gottes« speziell auf seine einzigartige Beziehung zum Vater.

Die Qualität der Sohnschaft

Was für ein Sohn beanspruchte Jesus zu sein?

Johannes 19,7 – Die Juden antworteten ihm: »Wir haben ein Gesetz, und nach diesem Gesetz muß er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat.«

Anmerkung: Es wird oft behauptet, ein symbolisches Verständnis von Sohnschaft sei in der Kultur jener Zeit selbstverständlich gewesen. Das mag durchaus zutreffen. Ältere Männer bezeichneten ihre nicht verwandten Lehrlinge mitunter als »Söhne«. Doch beanspruchte Jesus, lediglich ein symbolischer Sohn Gottes zu sein?

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Johannes 5,17-18 – Jesus aber antwortete ihnen: »Mein Vater wirkt (ununterbrochen) bis zu dieser Stunde; darum wirke ich auch.« Deshalb trachteten die Juden ihm um so mehr nach dem Leben, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte und sich damit Gott gleichstellte.

Johannes 8,41 – Ihr vollbringt die Werke eures Vaters.« Sie erwiderten ihm: »Wir sind keine unehelichen Kinder; wir haben nur einen einzigen Vater, nämlich Gott.«

Anmerkung: Die Juden bezeichneten sich selbst als »Söhne Gottes«, ihre Sohnschaft war also tatsächlich symbolisch gemeint (siehe auch Römer 8,14). Wäre Jesu Anspruch, der Sohn Gottes zu sein, nicht wörtlich, sondern symbolisch gemeint gewesen, hätten die Juden damit kein Problem gehabt. Er beanspruchte jedoch, der wörtliche Sohn Gottes zu sein.

Wurde Jesus nicht deshalb »Sohn« genannt, weil er der Sohn Davids war?

Matthäus 22,41-46 – Da aber die Pharisäer beisammen waren, legte Jesus ihnen die Frage vor: »Wie denkt ihr über Christus? Wessen Sohn ist er?« Sie antworteten ihm: »Er ist Davids Sohn.« Da erwiderte Jesus ihnen: »Wie kann ihn dann aber David im Geist ›Herr‹ nennen, indem er sagt (Ps 110,1): ›Der Herr hat zu meinem Herrn gesagt: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege zum Schemel deiner Füße‹? Wenn David ihn also ›Herr‹ nennt, wie kann er da sein Sohn sein?« Und niemand konnte ihm hierauf eine Antwort geben; auch wagte von diesem Tage an niemand mehr, ihm eine Frage vorzulegen.

Anmerkung: Zur Zeit Jesu erwarteten viele Juden, dass der Messias (der Sohn Gottes) das Volk als König und Nachkomme Davids befreien würde. In ihrem Verständnis des Begriffs »Sohn« dachten sie dabei nicht an Gottes wörtlichen Sohn. Jesus stellte dieses Verständnis infrage. Er lehrte, dass der Christus, der Messias, nicht bloß ein Sohn Davids ist. Mit Bezug auf Psalm 110,1 zeigte er, dass der Messias nicht nur Davids Nachkomme sein kann, da David ihn »Herr« nennt.

Natürlich war Jesus tatsächlich ein Nachkomme Davids, des Königs von Israel (Matthäus 1,1.6.16-17). Dennoch wollte er den Juden verständlich machen, dass seine Identität darüber hinausging. Er war nicht einfach ein Nachkomme Davids, sondern der Sohn Gottes.

Bemerkenswert ist, dass Psalm 110 zwei unterscheidbare Personen zeigt, die miteinander in Beziehung stehen: JHWH (der Vater) und der Herr (Adoni), mit dem Jesus sich selbst identifiziert (siehe ScriptureQnA.com/gott-und-herr/).

Könnte Jesus nicht einfach aufgrund seiner Göttlichkeit der Sohn Gottes sein?

Römer 9,5 – denen die Erzväter angehören und aus denen der Messias dem Fleische nach stammt: der da Gott über allem ist, gepriesen in Ewigkeit! Amen.

Anmerkung: Jesus ist von Natur aus Gott (siehe ScriptureQnA.com/jesus-gott-ewig/). Würde »Sohn Gottes« lediglich bedeuten, dass er göttlich ist, warum sollte die Schrift dann überhaupt den Begriff »Sohn Gottes« verwenden? Es gibt mehrere Stellen, an denen Jesus direkt als Gott bezeichnet wird. Würde »Sohn Gottes« dasselbe bedeuten wie »Gott«, warum hätten die inspirierten Schreiber dann nicht einfach den Begriff »Gott« verwendet? Warum unterscheidet die Bibel so genau zwischen dem Vater und dem Sohn?

Welche weiteren Hinweise deuten darauf hin, dass Jesus der wörtliche Sohn Gottes ist?

Lukas 1,35 – Da gab der Engel ihr zur Antwort: »Heiliger Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten dich überschatten; daher wird auch das Heilige, das (von dir) geboren werden soll, Gottes Sohn genannt werden.«

Anmerkung: Jesus wird hier nicht deshalb »Gottes Sohn« genannt, weil er Mensch wurde, so wie in einem übertragenen Sinn auch Israel oder die Gläubigen »Söhne Gottes« heißen. Der Engel begründet die Bezeichnung ausdrücklich mit einem konkreten Wirken Gottes: »Heiliger Geist wird über dich kommen … daher«. Seine Sohnschaft wird hier also nicht aus der Menschwerdung an sich abgeleitet, sondern aus ihrem göttlichen Ursprung.

Das steht nicht im Widerspruch zur Anmerkung weiter oben: dort geht es um den Status (»Sohn Gottes« ist kein bloßes Synonym für »Gott«), hier um die Herkunft (warum er »Sohn« genannt wird). Beides betrifft unterschiedliche Fragen.

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Sprüche 30,4 – Wer ist in den Himmel emporgestiegen und wieder herabgekommen? Wer hat den Wind in seine Fäuste gesammelt, wer die Wasser in ein Gewand gebunden? Wer hat alle Enden der Erde festgestellt? Wie heißt er, und wie heißt sein Sohn? Weißt du es etwa?«

Anmerkung: Der obige Vers liefert eine weitere Bestätigung dafür, dass »Sohn Gottes« nicht bloß ein Name oder Titel ist. Salomo fragt: »Wie heißt er, und wie heißt sein Sohn?« Diese Frage legt nahe, dass der Begriff »Sohn« in einem realen und bedeutungsvollen Sinn gemeint ist, nicht lediglich als symbolische Bezeichnung. Wäre »Sohn« einfach nur ein Name oder Titel, würde eine solche Frage keinen Sinn ergeben.

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Johannes 8,42 – Da sagte Jesus zu ihnen: »Wenn Gott euer Vater wäre, dann würdet ihr mich lieben; denn ich bin von Gott ausgegangen und (von ihm) gekommen; ich bin nicht von mir selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt.

Anmerkung: Ein wichtiger Beleg ist das Hervorgehen des Sohnes aus dem Vater. Dies ist jedoch ein eigenes Thema und wird in einem separaten Q&A-Beitrag behandelt.

Warum ist es wichtig, Jesu Sohnschaft zu verstehen?

Johannes 20,31 – … diese aber sind niedergeschrieben worden, damit ihr glaubt, daß Jesus der Gesalbte {Christus}, der Sohn Gottes ist, und damit ihr durch den Glauben Leben in seinem Namen habt.

1 Johannes 2,22-23 – Wer ist der Lügner, wenn nicht der, welcher leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht. Wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater. SCH2000

Anmerkung: Jesus anzunehmen bedeutet, ihn für den anzunehmen, der er zu sein behauptete: der Sohn Gottes. Leugnen wir Jesu wahre und wörtliche Sohnschaft, machen wir Gott, den Vater, zum Lügner, denn er hat Zeugnis von seinem Sohn abgelegt.

Fußnoten

SCH2000: Schlachter 2000

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