Göttlichkeit
Ist Jesus Gott?
Johannes 1,1-3.14 – Im Anfang war das Wort {Jesus}, und das Wort war bei [dem] Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei [dem] Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. / Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. SCH2000
Römer 9,5 – … denen die Erzväter angehören und aus denen der Messias dem Fleische nach stammt: der da Gott über allem ist, gepriesen in Ewigkeit! Amen.
Johannes 20,27-28 – Darauf sagte er zu Thomas: »Reiche deinen Finger her und sieh dir meine Hände an; dann reiche deine Hand her und lege sie mir in die Seite und sei nicht (länger) ungläubig, sondern werde gläubig!« Da antwortete ihm Thomas: »Mein Herr und mein Gott!«
Kolosser 2,9 – Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit {der Göttlichkeit; gr. theotēs} leibhaftig … *1*
Philipper 2,5-11 – Solche Gesinnung wohne in euch allen, wie sie auch in Christus Jesus vorhanden war; denn obgleich er Gottes Gestalt besaß, sah er doch das Gleichsein mit Gott nicht als einen gewaltsam festzuhaltenden Raub an; nein, er entäußerte sich selbst (seiner Herrlichkeit), indem er Knechtsgestalt annahm, ganz in menschliches Wesen einging und in seiner leiblichen Beschaffenheit als ein Mensch erfunden wurde; er erniedrigte sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tode, ja, bis zum Tode am Kreuz. Daher hat Gott ihn auch über die Maßen erhöht und ihm den Namen verliehen, der jedem anderen Namen überlegen ist, damit im Namen Jesu sich jedes Knie aller derer beuge, die im Himmel und auf der Erde und unter der Erde sind, und jede Zunge bekenne, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.
Anmerkung: Ja. Jesus ist göttlich und von Natur aus wirklich Gott.
Kann Jesus angebetet werden?
Matthäus 14,32-33 – Und als sie in das Schiff stiegen, legte sich der Wind. Da kamen die in dem Schiff waren {die Jünger}, warfen sich anbetend vor ihm {Jesus} nieder und sprachen: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn! SCH2000
Matthäus 28,9.17 – Und siehe! Jesus kam ihnen entgegen mit den Worten: »Seid gegrüßt!« Da gingen sie auf ihn zu, umfaßten seine Füße und warfen sich anbetend vor ihm nieder. / … und als sie ihn erblickten, warfen sie sich vor ihm nieder; einige aber hegten Zweifel.
Matthäus 2,11 – … und sie {die weisen Männer} gingen in das Haus hinein und fanden das Kind {Jesus} samt Maria, seiner Mutter. Da fielen sie nieder und beteten es an; und sie öffneten ihre Schatzkästchen und brachten ihm Gaben: Gold, Weihrauch und Myrrhe. SCH2000
Johannes 9,35-38 – Jesus hörte, dass sie ihn ausgestoßen hatten, und als er ihn fand, sprach er zu ihm: Glaubst du an den Sohn Gottes? Er antwortete und sprach: Wer ist es, Herr, damit ich an ihn glaube? Jesus aber sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist es! Er aber sprach: Ich glaube, Herr! und fiel anbetend vor ihm nieder.
Johannes 5,23 – … damit alle den Sohn ebenso ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat.
Anmerkung: Absolut. Jesus ist göttlich wie sein Vater und sollte wie Er geehrt und angebetet werden. Sich vor jemandem niederzuwerfen, ist laut Bibel ein Akt der Anbetung (Offenbarung 19,10; 22,8-9; Apostelgeschichte 10,25-26). Es ist nicht erlaubt, Menschen oder Engelwesen (Kolosser 2,18; Matthäus 4,9-10) anzubeten. Daher ist Jesus nicht nur Mensch und kein Engel. Wir können auch direkt zu Jesus beten (Apostelgeschichte 7,59). Anbetung wird oft ausdrücklich damit in Verbindung gebracht, dass Jesus der Sohn Gottes ist (Johannes 9,35-38; Matthäus 14,32-33).
Wurde Jesus erschaffen?
Römer 1,25 – … sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen! SCH2000
Anmerkung: Wir haben gerade gesehen, dass Jesus angebetet wird. Die Bibel verurteilt die Anbetung von Geschöpfen und Dingen. Wenn Jesus angebetet werden soll, kann er kein Geschöpf sein.
Johannes 17,5.24 – Und jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir besaß, ehe die Welt war. / Vater, ich will, daß da, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir verliehen hast; denn du hast mich schon vor der Grundlegung der Welt geliebt.
Kolosser 1,15-16 – … er {Jesus} ist ja das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung; denn in ihm ist alles geschaffen worden, was im Himmel und auf der Erde ist, das Sichtbare wie das Unsichtbare, mögen es Throne oder Herrschaften, Mächte oder Gewalten sein: alles ist durch ihn und für ihn geschaffen worden … *2*
Offenbarung 3,14 – Und dem Engel (1,20) der Gemeinde in Laodizea schreibe: So spricht der, welcher (das) Amen ist, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes (Kol 1,15.18) *3*
Anmerkung: Jesus existierte vor der Schöpfung der Welt und kann daher nicht Teil der Schöpfung sein. Darüber hinaus war er gemeinsam mit dem Vater an der Schöpfung und dem Erhalt der Welt beteiligt (siehe auch Johannes 1,3; 1. Korinther 8,6; Epheser 2,10; Epheser 3,9; Hebräer 1,1-2).
Was genau macht Jesus göttlich?
Psalm 2,7-8 – Laßt mich kundtun den Ratschluß des HERRN! Er hat zu mir gesagt: »Mein Sohn bist du; ich selbst habe heute dich gezeugt (Apg 13,33; Hebr 1,5; 5,5). Fordre von mir, so gebe ich dir die Völker zum Erbe und dir zum Besitz die Enden der Erde.
Johannes 5,17-18 – Jesus aber antwortete ihnen: »Mein Vater wirkt (ununterbrochen) bis zu dieser Stunde; darum wirke ich auch.« Deshalb trachteten die Juden ihm um so mehr nach dem Leben, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte und sich damit Gott gleichstellte.
Philipper 2,5-6 – Solche Gesinnung wohne in euch allen, wie sie auch in Christus Jesus vorhanden war; denn obgleich er Gottes Gestalt besaß, sah er doch das Gleichsein mit Gott nicht als einen gewaltsam festzuhaltenden Raub an …
1 Johannes 1,1-3 – Was von Anfang an da war, was wir gehört, was wir mit unsern (eigenen) Augen gesehen, was wir beschaut und unsere Hände betastet haben, (nämlich) vom Wort des Lebens, – und das Leben ist offenbar geworden, und wir haben (es) gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben, das beim Vater war und uns offenbar geworden ist –, was wir (also) gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt; die Gemeinschaft mit uns ist aber (zugleich) auch die (Gemeinschaft) mit dem Vater und mit seinem Sohne Jesus Christus.
Anmerkung: Der erste Grund, warum Jesus göttlich und Gott ist, liegt darin, dass er als Sohn die Natur seines Vaters, der Gott ist, geerbt hat (vgl. Hebräer 1,2.4.8-9; Psalm 2,7-8, angewendet auf Jesus in Apostelgeschichte 13,33 und Hebräer 1,5; Hebräer 5,5). Der zweite Grund ist, dass er ewiges Leben in sich trägt, was ebenfalls daraus folgt, dass er der Sohn Gottes ist (vgl. Johannes 5,26-27).
Ewigkeit
Ist Jesus ewig?
Micha 5,1 – Und du, Bethlehem-Ephrata, du bist zwar gering unter den Hauptorten von Juda; aber aus dir soll mir hervorkommen, der Herrscher über Israel werden soll, dessen Hervorgehen von Anfang, von den Tagen der Ewigkeit her gewesen ist. SCH2000
Lukas 1,32-33 – Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden, und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird als König über das Haus Jakobs in alle Ewigkeit herrschen, und sein Königtum wird kein Ende haben.« (Jes 9,7; 2.Sam 7,12-13)
Kolosser 1,17 – … und er{Jesus} ist vor allem, und alles hat in ihm seinen Bestand.
Anmerkung: Siehe auch 1 Petrus 1,20; Hebräer 7,24-25. Diese Prophezeiungen und Texte beziehen sich auf Jesus (vgl. Matthäus 2,6) und zeigen, dass er ewig und „von Ewigkeit her“ ist.
Hat Jesus einen Anfang?
Johannes 1,1-3 – Im Anfang war das Wort {Jesus}, und das Wort war bei [dem] Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei [dem] Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist.
Sprüche 8,22-23 – Der HERR besaß mich am Anfang seines Weges, ehe er etwas machte, vor aller Zeit. Ich war eingesetzt von Ewigkeit her, vor dem Anfang, vor den Ursprüngen der Erde. SCH2000 *4*
Anmerkung: Es mag uns unmöglich erscheinen zu begreifen, wie jemand ewig sein und gleichzeitig einen Anfang haben kann, doch genau das sagt die Bibel. Wie man „Anfang“ definiert, ist eine Frage, die nur Gott beantworten kann. Anstatt zu versuchen, sie zu erklären und unsere eigene Interpretation in diese Verse hineinzulegen, sollten wir sie einfach annehmen (5 Mose 29,29). Wir sollten auch akzeptieren, dass wir die Geheimnisse (das nicht Offenbarte) des Wesens Gottes und seines Sohnes Jesus Christus nicht begreifen können.
Fußnoten
*1* Kolosser 2,9 besagt, dass in Jesus die Fülle der Gottheit leibhaftig wohnt. Das mit „Gottheit“ übersetzte Wort ist das griechische Wort „theotēs“ (Strong’s 2320), das in der Bibel nur einmal vorkommt und „Göttlichkeit“ oder „Gottheit“ bedeutet. Der Text bekräftigt somit, dass Jesus selbst in seiner leiblichen Gestalt vollkommen göttlich ist. Er ist Gott in seinem Wesen.
*2* Die Wiedergabe von Kolosser 1,15 in der Menge Bibel (1939) mit „der Erstgeborene aller Schöpfung“ könnte missverstanden werden, als ob Jesus Teil der Schöpfung sei. Andere Bibeltexte schließen diese Ansicht aus. Einige Übersetzungen wie die Schlachter 2000 geben es zudem mit „der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist“ wieder.
*3* In Offenbarung 3,14 wird Jesus als „der Anfang der Schöpfung Gottes“ bezeichnet, weil er der Vollstrecker des göttlichen Willens ist (vgl. Johannes 4,34; 5,19; 6,38 u. a.). Er selbst ist nicht Teil der Schöpfung; andere Bibelstellen widersprechen dieser Ansicht. Die Formulierung zeigt erstens, dass Gott der Vater der primäre Schöpfer ist, und zweitens, dass die Schöpfung durch Jesus begann (1 Korinther 8,6). Das griechische Wort arché (Strong’s 746) kann „Anfang“ bedeuten, aber auch „Herrscher“ oder „Macht“. So wird es beispielsweise in 1 Korinther 15,24 (neben vielen anderen Stellen) mit „Herrschaft“ übersetzt. Dies stützt die biblische Lehre, dass der Sohn der Vollstrecker (die ausführende Macht) des Vaters ist. Paraphrasiert könnte der Vers lauten: „… die Kraft hinter der Schöpfung Gottes“ oder alternativ: „der Ursprung der Schöpfung Gottes“ (SCH2000).
*4* Gründe, warum Sprüche 8, beginnend mit Vers 22, auf Jesus angewendet werden kann und sollte, werden in einem weiteren Q&A dargelegt.
SCH2000: Schlachter 2000
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Alle anderen Stellen aus Menge Bibel (1939).

